Portugiesisch in der Hauptstadt Lissabon zu lernen, ist ein besonderes Erlebnis. Das Nachtleben ist legendär, die vielen Studenten machen die Stadt am Tejo zu einer jungen, aufregenden Stadt. Die Weite des Flusses gibt Lissabon einen Hauch von Freiheit. Eine Liebeserklärung an Lissabon.
Lissabon ist die schönste Stadt der Welt, zumindest für die Lisboetas, die Einwohner Lissabons und einige Zugereiste, die sich in die Stadt am Tejo verliebt haben. Die Einwohner Portos sehen das ein bisschen anders. „Lissabon ist nicht Portugal“, hört man oft aus dem Norden und „São mouros“, „Das sind Mauren“, schließlich wurde Lissabon erst 1147 von den Mauren zurückerobert, Porto mehr als 150 Jahre früher.
So wie die für Portugal glorreichen Zeiten der Entdeckungen vergangen sind, so verströmt Lissabon selbst einen morbiden Charme. Die Portugiesen leiden gerne, denken an die glorreiche Vergangenheit und lamentieren über die bedeutungslose Gegenwart. Lissabon ist eine alte Dame, die in ihrer Jugend wunderschön und betörend war, der mächtige Männer zu Füßen lagen, und die jetzt mit Würde altert.
Denke ich an Lissabon, denke ich an den Tejo. Oft stehen Autos am Fluss, in denen Portugiesen sitzen, die traurig oder gedankenverloren aufs Wasser starren. Der Fado, der traurige traditionelle Gesang der Portugiesen ist mehr als ein Touristenklischee, er passt in vieler Hinsicht zur portugiesischen Volksseele, die damit ihre „Saudade“, das angeblich unübersetzbare Wort „Sehnsucht“ ausdrücken. Wer Lissabon besucht, sollte deshalb unbedingt eine traditionelle Fado-Kneipe besuchen. Aber vergessen Sie nicht: Beim Fado sollte man weder sprechen noch klatschen.

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